Brüche – Demokratien in Zeiten der Regression
Antidemokratische Mobilisierung und die Macht der Gefühle
Mit der Veranstaltung „Antidemokratische Mobilisierung und die Macht der Gefühle“ startete die neue Reihe „Brüche – Demokratie in Zeiten ihrer Regression“ des Instituts für Sozialforschung Frankfurt (IfS).
Den Auftakt bildete ein öffentliches Panel im Chagallsaal der Oper Frankfurt. Anlass war die Neuproduktion von Gioachino Rossinis Oper „Tancredi“, deren Handlung vielfältige Bezüge zu Fragen demokratischer Regression eröffnet. Im Zentrum stehen reale und imaginierte Bedrohungen einer Gemeinschaft sowie Abschottung und Radikalisierung als mögliche regressive Reaktionsweisen.
Auf dem Podium diskutierten der Opernregisseur Manuel Schmitt, die Sozialpsychologin Vera King, Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts, und der Soziologe Stephan Lessenich, Direktor des Instituts für Sozialforschung. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Dramaturgen Konrad Kuhn.
In Kurzbeiträgen und der anschließenden Diskussion ging es um die Rolle von Gefühlen in antidemokratischen Mobilisierungsprozessen. Dabei wurden gesellschaftliche, sozialpsychologische und künstlerische Perspektiven miteinander verknüpft und danach gefragt, wie Bedrohungswahrnehmungen, Affekte und kollektive Deutungen politische Radikalisierung begünstigen können.
Im Anschluss an die Vorstellung von „Tancredi“ wurde das Gespräch im Format „Oper im Dialog“ fortgesetzt.
Die Reihe „Brüche“ ist eine Kooperation des Instituts für Sozialforschung, des Sigmund-Freud-Instituts und der Oper Frankfurt. Sie knüpft an das gemeinsame Symposium „Nach uns die Sintflut“ an und schafft einen öffentlichen Raum für den Austausch über gegenwärtige Herausforderungen der Demokratie.

