Zeiten, Räume und Diskurse

Herausforderungen der Demokratie in Zeiten ihrer Regression

Bereits 1998 warnte Ralf Dahrendorf davor, dass der Welt „ein Jahrhundert des Autoritarismus“ bevorstehen könne. Neuere Erkenntnisse deuten in der Tat auf eine solche Entwicklung hin. In der gegenwärtigen sozialwissenschaftlichen Debatte wird vielfach befürchtet, dass auch etablierte, als stabil geltende Demokratien einer Regression unterworfen sind, die sie existenziell gefährden könnte – wobei die Bewegungen und Parteien, die daran beteiligt sind, den Begriff der Demokratie selbst für sich reklamieren.

Im geplanten Forschungsverbund DemoReg sollen die Thesen einer demokratischen (und in der Stoßrichtung antidemokratischen) Regression einer kritischen, historisch fundierten sowie empirischen Reflexion unterzogen werden, um zur Klärung von drei miteinander verknüpften Fragen beizutragen.

Förderung

Als zentrales Vorhaben des vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) aufgelegten Programms „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“ bündelt der Forschungsverbund die Aktivitäten zur nachhaltigen Stärkung der Demokratieforschung in Hessen. Das Programm ist Bestandteil des „Sofort-Programms 11+1“ der hessischen Landesregierung, die hierfür bis Ende 2028 rund 3,1 Millionen Euro bereitstellt. Im Mittelpunkt steht das Ziel, die hessische Demokratieforschung dauerhaft zu vernetzen und ihr wissenschaftliches sowie gesellschaftliches Profil weiter zu schärfen.

Zielsetzung

Der geplante Forschungsverbund ist inter- und transdisziplinär angelegt und verbindet Grundlagenforschung aus kritisch-theoretischer sowie empirisch-analytischer Perspektive mit handlungs- und anwendungsorientierter Wissensproduktion, an der Praxispartner*innen direkt beteiligt sind.

Aus dem Verbund DemoReg heraus sollen nachhaltige Strukturen für eine standortübergreifende inter- und transdisziplinäre Demokratieforschung in Hessen entstehen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines hessenweiten Zentrums für Demokratieforschung, das im Sinn einer öffentlichen Demokratieforschung zu einer Plattform für den vernetzen Dialog von Forschungsinitiativen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen ausgebaut werden soll.

Praxispartner*innen

Die Praxispartner des Forschungsverbunds DemoReg bringen ihre vielfältigen Perspektiven und Erfahrungen in extra dafür geschaffenen Formaten  in die Forschungsarbeit ein. Als Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und weiteren gesellschaftlichen Bereichen leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anforderungen zu verknüpfen. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Partner*innen aus der Praxis.

DemoReg

Anschrift

Philipps-Universität Marburg
Institut für Politikwissenschaft
Forschungsverbund DemoReg
Ketzerbach 63
D-35032 Marburg

Tel: +49 6421 28-24949
Fax: +49 6421 28-28991

E-Mail: demoreg@uni-marburg.de 

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