DemoReg stellt sich in Berlin vor

Am 3. Oktober 2025 präsentierte sich der hessische Forschungsverbund DemoReg erstmals einer breiten Öffentlichkeit – beim Tag der offenen Tür der Hessischen Landesvertretung in Berlin, im Rahmen des Tags der Deutschen Einheit. Gemeinsam mit den Landesvertretungen weiterer Bundesländer öffnete die Hessische Landesvertretung in den Berliner Ministergärten ihre Türen für Besucherinnen und Besucher.

Am Stand beantworteten Prof. Dr. Ursula Birsl und Prof. Dr. Thomas Biebricher Fragen rund um DemoReg und das neue Forschungsprojekt. Vom Demokratiezentrum Hessen waren zudem Dr. Reiner Becker und Nora Zado vor Ort. Sie stellten nicht nur das Forschungsinteresse vor, sondern hielten auch Informationsmaterial für die Beratungsarbeit bereit. Birsl und Biebricher waren zudem gemeinsam mit dem hessischen Wissenschaftsminister Timon Gremmels auf dem Podium, moderiert von Jan-Martin Wiarda.

Hessen als Forschungsstandort für Demokratie

Minister Gremmels betonte in dem Gespräch, wie wichtig es sei, Bürgerinnen und Bürger in die Demokratieforschung einzubinden. Er berichtete vom Förderprogramm „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“, mit dem das Land seine Forschungslandschaft in diesem Bereich ausbaut. Für den Forschungsverbund DemoReg selbst sind rund 3,1 Millionen Euro bis Ende 2028 eingeplant; über die gesamte Laufzeit des übergeordneten Landesprogramms stehen sogar bis zu 14 Millionen Euro bereit. Ziel des Programms ist es, die Demokratie widerstandsfähiger gegen Extremismus und Polarisierung zu machen.

Der „Herbst der Demokratie“?

Ursula Birsl brachte die zentrale Fragestellung des Projekts auf den Punkt: Erleben wir gerade den Herbst der Demokratie? Und wie kann sich Demokratie weiterentwickeln? Thomas Biebricher ergänzte, dass eine wachsende Distanz zwischen Bevölkerung und politischem System zu beobachten sei. Ob und wie stark diese Distanz tatsächlich besteht, ist eine der zentralen Fragen, denen DemoReg in den kommenden Jahren nachgehen will.

Birsl machte deutlich, dass die Forschenden zwar mit viel Vorwissen in das Projekt starten, es aber vor allem darum gehe, verschiedene Disziplinen wie Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaft und Psychologie, in einem gemeinsamen Forschungsverbund zusammenzubringen. Sie sehe großes Potenzial in der Gesellschaft für weitere Demokratisierung.

DemoReg

Anschrift

Philipps-Universität Marburg
Institut für Politikwissenschaft
Forschungsverbund DemoReg
Ketzerbach 63
D-35032 Marburg

Tel: +49 6421 28-24949
Fax: +49 6421 28-28991

E-Mail: demoreg@uni-marburg.de 

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